Die ICT hat eine wichtige Rolle in der Schweiz und beschäftigt sehr viele Leute. Wie wichtig sie ist und wie viele konkret, wurde an der Medienkonferenz vom 17. November 2010 kommuniziert.
Die Schweiz ist seit den 60-er Jahren weltweit Nummer 2 beim Informatikeinsatz (nach den USA). Sie hat im Verhältnis zur Bevölkerungszahl mehr Computer im Einsatz als alle anderen europäischen Länder.
Die Schweizer Wirtschaft arbeitet stark computerorientiert. Ihre Produkte basieren auf Informatikkomponenten aller Art; das gilt für Bankdienstleistungen so gut wie für Chemie und Maschinenbau.
Die Schweizer Informatikforschung ist zwar schmal; sie begann aber schon früh und hat immer wieder internationale Ausstrahlung gehabt.
Die Schweiz hat in der Informatik ein schwerwiegendes Nachwuchsproblem: Es fehlen gutausgebildete Informatikerinnen und Informatiker auf allen Ausbildungsstufen.
Für Informatikberufe gibt es in der Schweiz ein vollständiges und gutes Ausbildungsangebot; dieses wird aber ungenügend genutzt. (Ein Engpass im Angebot besteht heute einzig bei den verfügbaren Lehrstellen für Informatik-Berufslehren; dieser Engpass wurde aber 1996 - 99 massiv entschärft.)
Bei den Informatikanwendern bilden Frauen die Mehrheit; bei den Informatikfachleuten beträgt der Frauenanteil weniger als 10%! Das ist weder verständlich noch gut für die Schweiz! Informatik bietet gerade auch für Frauen beruflich viele Vorteile!
1950 Zum ersten Mal steht ein Computer in einer kontinentaleuropäischen Hochschule. Es ist die Z4 von Konrad Zuse an der ETH Zürich.
1970 Niklaus Wirth, Professor an der ETH Zürich, entwickelt die anschliessend weltweit namentlich für die Schulung genutzte Programmiersprache "Pascal".
1983 Die SWATCH ist nicht nur ein digitaler Zeitmesser (das tun Quarzuhren schon lange), er wird auch computergesteuert produziert. Mit automatisierter Produktion lassen sich in der teuren Schweiz hochwertige Massenprodukte für den Weltmarkt kostengünstig herstellen.